Martial und das antike Epigramm (German Edition) by Niklas Holzberg

By Niklas Holzberg

Das Epigramm, ein kurzes Sinn- oder Spottgedicht, struggle eine beliebte Literaturgattung in der Antike. Der bedeutendste römische Vertreter, Martial (ca. forty n.Chr. – 103/04 n.Chr.), hat weit mehr als a thousand Epigramme verfasst. Geizige, Angeber, Diebe, eifersüchtige, unhöfliche, feige oder zudringliche Menschen, Ärzte, Prostituierte oder Philosophen: sie alle trifft sein Witz. So geben die pointierten Verse ein lebendiges Bild vom Leben der Reichen und Schönen im Rom der Kaiserzeit oder schildern, derb und anzüglich, das Treiben auf der Straße und in den Tavernen. Dem Hauptwerk Martials, der Sammlung von zwölf Büchern ›Epigrammata‹, weist diese Einführung einen besonders wichtigen Platz in der Geschichte der Gattung von den Anfängen bis ins 6. Jahrhundert n.Chr. zu. Behandelt werden auch Martials kleine Gedichtsammlung über die Schauspiele im römischen Kolosseum sowie das Buchpaar mit Zweizeilern über Saturnaliengeschenke. Der zweite Teil der Einführung ist ausschließlich der großen Sammlung, dem ›Dodekalog‹ gewidmet. Abschließende Ausführungen zur Poetik dieser Epigrammsammlung führen dann zu dem Ergebnis, dass es sich bei Martials Hauptwerk um eine sorgfältig durchkomponierte künstlerische Einheit handelt.

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Die Bedeutung der Ehe in Heinrich Bölls Roman "Und sagte by Eva Weigand

By Eva Weigand

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 2,3, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: examine fiktionaler Prosa am Beispiel Heinrich Bölls, Sprache: Deutsch, summary: Aufbauend auf das Proseminar „Analyse fiktionaler Prosa am Beispiel Heinrich Bölls“
aus dem Wintersemester 2005/06, beschäftigt sich diese Hausarbeit mit Bölls Roman
„Und sagte kein einziges Wort“.
In variabler interner Fokalisierung (aktorial) erzählen Fred und Käthe abwechselnd
von ihrer Ehe, die zu scheitern droht.
Ziel dieser Hausarbeit ist es zu untersuchen, wie Fred und Käthe jeweils ihre Ehe
sehen, wie die Ehe als solche dargestellt wird und woran sie letztlich zerbricht. Vor
allem die those, nicht die Ehe als establishment, sondern ihr menschliches Umfeld seien
das eigentliche challenge, soll näher betrachtet werden.
Die Hausarbeit beinhaltet hauptsächlich eine selbständige examine des Romans,
stützt sich außerdem auf die Interpretation Werner Bellmanns, die Kommentare zum
Roman aus der Böll-Biographie von J.H. Reid, sowie einige andere Quellen die im
Literaturverzeichnis vermerkt und in den Fußnoten gewissenhaft angegeben sind.

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Don Juan - von Mozart bis heute (German Edition) by Angela Ott

By Angela Ott

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, word: 1,7, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Mozart in der Literatur, Sprache: Deutsch, summary: Don Juan ist keine historische Figur, sondern ein literarischer Typus. Generationen von Autoren haben über ihn bereits Bücher, Gedichte, Opern, and so on. verfasst. Zurückzuführen sind diese Werke auf ein Theaterstück von 1613. Dies schrieb der spanische Mönch Gabriel Tellez unter dem Pseudonym Tirso de Molina: ‚El burlador de Sevilla y convidado de piedra’.

Don Juan ist ein Rebell, der die vorherrschende Gesellschaftsordnung in Frage stellt. Er lebt aus dem Augenblick heraus und ist durch sinnlich-erotische Spontaneität gekennzeichnet. Tirso de Molina schrieb dieses Stück als moralische Zurechtweisung für seine Zeitgenossen. Sie sollten erkennen, dass jeder Sünde eine Bestrafung folgt. Das Stück erzählt die Geschichte eines Mannes Don Juan, der, nachdem er verschiedene Frauen verführt und deren Ehre aufs Spiel gesetzt hat, gewissenlos deren Väter oder Ehemänner in Duellen tötet. Selbst während er auf der Flucht ist, kann er es nicht lassen, Frauen zu verführen und je zurückhaltender sie sind, desto mehr will er sie. Als Don Juan wieder in seinen Heimatort zurückkehrt, wird er letztendlich von einem steinernen Standbild, das ein von ihm im Duell getöteten Vater einer der verführten Frauen darstellt, in die Hölle hinuntergezogen. Der Vater gilt damit als Richter Gottes für Don Juan.

Diese Arbeit will nun einen genaueren Blick auf die, in dieser culture stehenden Bearbeitungen in der Literatur, respektive movie, besonders des 20. Jahrhunderts werfen. Verglichen werden sollen Mozarts, beziehungsweise da Pontes, „Don Giovanni“, als eine frühe, und für die culture wichtige, Fassung des Themas. Durch diese Oper hat Don Juan, so wird behauptet, seine heutige Berühmtheit erlangt. Als Beispiele des 20. Jahrhunderts werden Max Frischs „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“ als literarische Fassung und der movie „Don Juan DeMarco“ mit einer Buchversion von Jean Black White, nach dem Drehbuch von Jeremy Leven, genauer betrachtet. Nicht nur, dass diese drei Stücke aus unterschiedlichen Zeiten stammen, sie sind auch verschieden durch ihre Medien: Oper, Bühnenstück und movie. Die Werke werden im Hinblick auf ihre vergleichbaren Figurentypen und einzelner zentraler Szenen genauer analysiert.

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Konfliktstrukturen in Friedrich von Schillers "Kabale und by Corinna Roth

By Corinna Roth

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 2,0, Technische Universität Chemnitz, Veranstaltung: Proseminar: Literatur des Sturm und Drang, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Friedrich von Schiller benannte sein bürgerliches Trauerspiel, das später auf den Vorschlag Ifflands hin in Kabale und Liebe umbenannt wurde, ursprünglich nach der Hauptfigur Luise Millerin (vgl. Alt 1994, 271), used to be auch ihre Stellung im Drama verdeutlicht. Mit der Umbenennung des Stückes rückte Luises bedeutende Rolle in den Hintergrund. Der Titel Kabale und Liebe lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers automatisch in eine andere Richtung: die der Intrigen und natürlich auch der Liebe. Das wiederum erklärt die Spannbreite der Lesarten, die von politisch über soziologisch und psychologisch bis hin zu theologisch reicht (vgl. Janz 1976, 208), wobei in den meisten Interpretationen die Lesarten scharf voneinander abgegrenzt sind, die Deutungen sich sogar bis zur Ausschließlichkeit widersprechen (vgl. Koopmann 1986, 286). Zugegeben, es bedarf des mehrmaligen Lesens, um die Vielschichtigkeit des Stoffes und der Figuren zu erfassen. Der erste Eindruck verkehrt sich bei genauer Betrachtung oft ins Gegenteil: der Konflikt zwischen Bürgertum und Adel, der in der Regel Thema des bürgerlichen Trauerspiels ist, erweist sich vielmehr als ein Konflikt innerhalb des bürgerlichen Standes; scheinbar optimistic Charaktereigenschaften der Figuren entpuppen sich als negativ. Ähnlich verhält es sich mit der Hauptfigur Luise Millerin, die in ihrem Wesen nonetheless und unauffällig ist und damit auf den ersten Blick weniger präsent erscheint als zum Beispiel ihr Vater, der Geiger Miller, der bereits in der ersten Szene sehr laut und deutlich seine Meinung kundgibt. Die vorangegangenen Forschungen untersuchten den Stoff ausschließlich auf die oben genannten Gehalte, ließen dabei jedoch außer Acht, dass sich das gesamte Stück um Luise und ihre Konflikte herum aufbaut.

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"Ach, wäre fern, was ich liebe!" Zum Motiv des Inzests in by Gina Saiko

By Gina Saiko

Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), sixty five Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Das natürliche Verhalten des Menschen legt ihm nahe, bevorzugt aus subjektiver Perspektive zu entscheiden, zu handeln und zu urteilen. Die Kunst der Intersubjektivität scheint im Alltagsleben noch realisierbar, stößt aber unmittelbar an ihre Grenzen, wenn es darum geht, außergewöhnliche Phänomene nachzuvollziehen. Es stellt sich schnell die Frage danach, wie und warum ein derart dem eigenen Ich fremdes Verhalten existieren kann. Aufgehellt wird dieses ein Übermaß an sozialer Kompetenz postulierende Verhalten durch die Frage nach Motiven. Denn diese liefern oftmals eine Antwort darauf, used to be uns so unvorstellbar erscheint. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum in der Literatur eine tiefgründige Motivik zu finden ist. Mit Hilfe dieser Handlungsketten und Schemata ist es oftmals möglich, einem literarischen Werk Sinn zu verleihen und die Frage nach der „tieferen Botschaft“ zu klären. Dabei ist eines der wohl beliebtesten reason in der Literatur das Motiv des Inzests, das aufgrund seines ambivalenten Charakters stets von neuem fasziniert.

Dabei bindet sich die Inzestthematik an die unterschiedlichsten Sinnzusammenhänge: Sie ist Zeichen für Dekadenz ebenso wie für Utopie, sie beschreibt sowohl eine grausame Handlung als auch einen Liebesrausch. Und sie ist Ausdruck für Schöpfung wie auch für Destruktion. Inzest stellt sich als eine Thematik dar, die sich gegen Eindeutigkeit sperrt. Diese Uneindeutigkeit der Inzestthematik eröffnet gerade deshalb ein weitläufiges Spektrum, das auch innerfamiliäre Gewalt sowie seelischen und physischen Missbrauch implizieren kann – doch gerade auf literarischer Ebene ist häufig ein durchaus positiv konnotiertes Phänomen gemeint. In welchem Bedeutungszusammenhang das Motiv des Inzests zu setzen ist, in welchen (strukturellen) Kontexten es zutage tritt und welche goal ein Autor bei der Verwendung dieses Motivs verfolgt, soll in der folgenden Arbeit untersucht werden.

Dabei erfolgt die Beschäftigung mit dem Inzestmotiv anhand der Romane "Der Erwählte" (1951) von Thomas Mann und "Der Mann ohne Eigenschaften" (1930-1952) von Robert Musil. Im "Erwählten" wird dabei eine doppelte Inzestkonstellation aufgezeigt. Aus der Verbindung der Zwillinge Wiligis und Sibylla entspringt das type Grigorß, das später eine Beziehung zu seiner Mutter eingehen wird. Im "Mann ohne Eigenschaften" hingegen wird allein das Verhältnis der Geschwister Ulrich und Agathe thematisiert.

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Ironie – ein indirekter Sprechakt: Bedeutung von Kognition by Julia Limmer

By Julia Limmer

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, be aware: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar: Sprache, Kognition und Emotion, Sprache: Deutsch, summary: Ein nicht seltenes Phänomen im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Verwendung ironischer Äußerungen. Besonders das Verstehen dieser wird in der Ironieforschung auffallend häufig thematisiert, vor allem im Zusammenhang mit der Frage nach dem Grund für die Verwendung nichtwörtlicher Rede. Aber warum wird hier so ein starker Fokus gesetzt? Welche Besonderheit weist die Verwendung von Ironie und das Verständnis dieser auf, die das Interesse der Linguistik derart auf sich zieht?
Diese Arbeit befasst sich mit der examine ironischer Äußerungen unter folgenden Fragestellungen:

I.Wie funktioniert Ironie und woran erkennt guy, dass der Sprecher Ironie verwendet?
II.Was sind die Ziele ironischer Äußerungen?
III.In welcher shape finden kognitive und emotionale Bewertungen durch die
Verwendung von Ironie statt?
IV.Ist Ironie ein kognitiver und/oder emotionaler Akt?

Nachdem die theoretischen Grundlagen geklärt worden sind, wird das Thema Ironie unter Berücksichtigung folgender Thesen betrachtet:

I.Ironie vermittelt sowohl kognitive als auch emotionale Bewertungen
II.Die emotionale Einstellung des Produzenten bei der Verwendung von Ironie muss durch eine doppelte Implikaturziehung erschlossen werden.
III.Eine ironische Äußerung ist immer ein impliziter expressiver Sprechakt.

Ziel der Arbeit ist es, neben der Beantwortung der oben gestellten Fragen, die Bedeutung der Emotion bei der Verwendung von Ironie herauszuarbeiten, da dieser Gesichtspunkt bisher von der Forschung – unberechtigterweise – nur partiell und ungenügend berücksichtig wurde.

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Frauenfiguren und das neusachliche Bild der Frau in Erich by Wiebke Hugen

By Wiebke Hugen

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 1,0, Freie Universität Berlin (Deutsche und Niederländische Philologie ), Veranstaltung: Einführung in die Textanalyse, Sprache: Deutsch, summary: "Durch Erfahrungen am eignen Leibe und durch sonstige Beobachtungen unterrichtet, sah er ein, daß die Erotik in seinem Buch beträchtlichen Raum beanspruchen mußte. Nicht, weil er das Leben fotografieren wollte, denn das wollte und tat er nicht. Aber ihm lag außerordentlich daran, die Proportionen des Lebens zu wahren, das er darstellte."
Erich Kästner schrieb dies in seinem ironischen Nachwort zum Roman „Fabian und die Sittenrichter“. Er begründet die wiederholt eingesetzte Beschreibung der Sexualität mit dem Anspruch, die zeitgenössische Lebensführung so realistisch wie möglich darzustellen – wenn er auch gleichzeitig betont, es deal with sich bei der Geschichte um Jakob Fabian und die ethical um eine Satire.
Und trotzdem stellt sich die Frage: wie nah kommt das überspitzte Bild der Gesellschaft, speziell der sittenlosen emanzipierten Frau und ihren Gelüsten an das der oft beschriebenen "Neuen Frau" heran? Denn wie Melanie MÖLLENBERG betont, wurden Vergnügungsorte wie die im Roman beschriebenen von den Frauen oft nicht aus Gründen der Triebbefriedigung, sondern aus denen der Suche nach Ehepartnern besucht.
Um ein vom Roman unabhängiges Bild der "Neuen Frau" zu vermitteln, werde ich die vorliegende Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung über die Entwicklung des Rollenverständnisses der Frauen in der Weimarer Republik einleiten. Zur Beantwortung der Frage, inwieweit das im "Fabian" dargestellte weibliche snapshot möglicherweise Parallelen zu den Ansichten des Autors selbst aufweist, folgt im zweiten Kapitel eine examine der Beschreibung sowie eine Einordnung der bedeutendsten Frauentypen Irene Moll, Cornelia Battenberg und der Mutter Fabians. Auf diese drei Charaktere wird in den anschließenden Kapiteln, dem Kern dieser Arbeit, näher eingegangen, um die Funktion und Bedeutung der Figuren für den Roman zu verdeutlichen.
Als Resümee kann schließlich das vierte Kapitel betrachtet werden: durch das vermittelte Bild der Frauen und ihrer Handlungen entsteht der Eindruck eines zunehmenden Werteverfalls in der Gesellschaft, der neben der Versachlichung der Liebe auch die Arbeitslosigkeit, den technischen Fortschritt und die zunehmend bedrohliche politische Lage zur Ursache hat. So ergibt sich insgesamt ein Bild der Gesellschaft, mit dem Kästner den Leser vor einem "klaffenden Abgrund" warnen wollte, dem sich seine Zeitgenossen näherten. Er wählte dafür das Mittel der Satire, denn er wusste: "Wenn auch das nicht hilft, dann hilft überhaupt nichts mehr."

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Stilistische Verpflichtung? Nietzsches "Lehre vom Stil" und by Tanja Stramiello

By Tanja Stramiello

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, notice: 1, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Seminar für deutsche Sprache und Literatur), Veranstaltung: Perspektiven auf Stil., Sprache: Deutsch, summary: Friedrich Nietzsche ist mit Sicherheit einer der umstrittensten Philosophen. Dies mag
zum einen an der Tatsache liegen, dass er – unverdienter Weise, wie ich meine, oft in
einem Atemzug mit dem Nationalsozialismus genannt wird, der sich gerne seiner
kraftvollen Worte bediente, wenn diese passend erschienen. Zum anderen liegt es
sicherlich aber auch an seiner Sprache – dem Schreibstil vieler seiner Schriften, die so
gar nicht in das Bild philosophischer Texte passen wollen. Nietzsches Schreibstil ist
innerhalb der Philosophie und sogar innerhalb der Literatur einmalig – ein Grund mehr
diesen einer genaueren Untersuchung zu unterziehen.
Nietzsche hat sich innerhalb seiner Schriften oft genug selbst zum Thema „Stil“
geäußert, weswegen auch auf seine eigenen Äußerungen eingegangen werden kann und
sogar muss, denn dies kann bei der Suche nach einer Beschreibung des Stils bei
Nietzsche nur dienlich sein. Hierbei ist jedoch Vorsicht angebracht – gerade bei
Nietzsche, denn nicht alles, was once er sagte kann in gleicher Weise gewichtet werden.
Auch ist es fraglich, ob er immer auf das, was once er äußerte, festgelegt werden kann und
muss.
Ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Interpretation Martin Gaugers zu
Nietzsches „Lehre vom Stil“ soll anschließend untersucht werden, welcher Art
Nietzsches Stil in „Also sprach Zarathustra“ ist, und wie er ihn selbst beschrieb.

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Das Rätsel Weib: Hysterie oder zudiktierte Krankheit in by Jennifer Heim

By Jennifer Heim

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 2,3, Universität Konstanz, Veranstaltung: Fontane-Seminar, Sprache: Deutsch, summary: Wurde das Werk Cécile zu Anfang mit Nichtbeachtung gestraft, behauptete Fontane schon immer, mit diesem Roman etwas ganz Besonderes geschaffen zu haben und sprach von etwas „Neu[em]“ , dass er vorgelegt zu haben glaubte.
Was den Roman zum Besonderen macht, vermag die Frage zu klären, ob die Figur Cécile wirklich krank ist, oder ob es sich um eine zugeschrieben Krankheit handelt. Viele Interpreten des Textes beschäftigten sich lange mit der Krankheit Céciles und sahen in ihr die Geschichte einer leidenden ehemaligen Fürstengeliebten. Sabina Becker fasst den Stand der Forschung folgendermaßen zusammen: „Man las den Roman als Identitätskrise einer Angehörigen des Adels, analysierte die Handlung als Ausdruck des Konflikts zwischen Individuum und Gesellschaft, deutete Céciles Freitod als das Resultat einer Dreiecksgeschichte oder sah in ihrem Tod ein Opfer ‚menschlicher Verfehlung, gesellschaftlicher Unbarmherzigkeiten und der Zeit eigenen Leere’“ . Viele Untersuchungen gehen davon aus, dass Cécile der Krankengruppe der Nervösen bzw. Hysterikerinnen angehört. Alle diese nehmen die Krankheit der Protagonistin unhinterfragt hin und sehen nicht das „Neue“, von dem Fontane sprach.
Gegenstand dieser Arbeit soll es nun sein, genau diese Fragestellung zu untersuchen. Dafür sollen die Figuren genauer betrachtet werden, die Cécile für krank erklären. Außerdem ist es zunächst einmal nötig, sich mit der Geschichte der Hysterie zu beschäftigen. Die Bezeichnung Hysterie hat eine lange culture und wird schon in altägyptischen Papyren beschrieben. In der griechischen Antike glaubte guy, dass die typischen hysterischen Störungen durch das Austrocknen der Gebärmutter entstünden. guy ging ganz selbstverständlich davon aus, dass nur Frauen von der Krankheit befallen werden können. Auch noch im ausgehenden 19. Jahrhundert glaubten berühmte Neurologen wie Charcot an eine somatische Erkrankung. Erst mit Breuer und Freud kam die Diskussion über eine psychische Entstehung der hysterischen Symptome auf. Sie veröffentlichten die Studien über Hysterie, welche revolutionäre wissenschaftliche Hypothesen enthalten, die besagen, dass die hysterischen Patienten größtenteils an „Reminiszenzen“ litten.
Glaubt guy Sabina Becker, handelt es sich bei der Hysterie um den Bestandteil einer von Männern imaginierten Weiblichkeit. Sie haben ein Bild vor Augen, denen die Frau zu entsprechen hat. Weicht sie davon ab, wird sie als hysterisch bezeichnet.

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Agatha Christies "Ten Little Niggers" als Beispiel by Florian Steinacker

By Florian Steinacker

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, be aware: 1,3, Universität zu Köln (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Klassiker des Detektivromans, sixteen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Zehn Personen verbringen ein Wochenende auf einer abgelegenen Insel. Sie

kennen einander nicht und wurden von mysteriösen Einladungen hierher ge-

lockt. Drei Tage nach ihrer Ankunft sind alle zehn tot, hingerichtet nach dem

Schema eines Kinderreims...

Agatha Christies im Jahre 1939 erstmals veröffentlichter Roman

Ten
Little Niggers1

gilt heute als eines der bekanntesten und besten Werke der

,Queen of Crime′. Bargainnier spricht vom ,,ultimate in whodunits"2, Barnard

bewertet den Roman als ,,unusually suspenseful and menacing"3. Es

entstanden einige Filmfassungen,4 die sich mehr oder weniger eng an Christies

Vorlage hielten, und noch heute orientieren sich viele literarische und

filmische Werke wenn sie sich auch nicht explizit auf

Ten Little Niggers

berufen an der Grundidee des Plots, dem Serienmord am von der Außenwelt

isolierten Ort.

Der Roman ist in manch offensichtlicher Hinsicht bemerkenswert so

ereignen sich in keinem anderen Werk der Christie mehr Morde ,5

literaturwissenschaftlich interessant wird er jedoch vor allem im Hinblick auf

die Sonderrolle, die er innerhalb des Feldes der klassischen Detektivromane

einnimmt. Die Diskrepanz zwischen dem Einhalten von genretypischen

Mustern auf der einen und der edition oder gar dem Aufbrechen dieser

Muster auf der anderen Seite soll im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen.

Genrespezifisch und unabdingbar für den klassischen Detektivroman ist

die analytische Erzählweise, die auch in

Ten Little Niggers

Verwendung

findet. Deshalb werde ich zunächst die von Dietrich Weber geprägten und für

diesen Erzählstil maßgeblichen Begriffe der Handlungs-, Darstellungs- und

Mitteilungskonstruktion am Beispiel des Romans erläutern.

Während mit dem Gebrauch des analytischen Erzählvorgangs ein not-

wendiges Kriterium für die Definition als klassischer Detektivroman eingehal-

ten wird, entfernt sich Christie bei anderen Elementen der Erzählung von kon-

ventionellen Genrestrukturen und somit auch vom Großteil ihres übrigen schriftstellerischen Werks. Diese Variationen werde ich im nachfolgenden Teil

der Arbeit untersuchen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf der

Verwendung verschiedener Erzählperspektiven und dem Fehlen einer

zentralen Detektivfigur liegen.

Abschließend werde ich auf zwei zentrale cause des Romans, den Kin-

derreim und das Zusammenwirken von Schuld und Bestrafung, eingehen und

zeigen, wie diese zur atmosphärischen Gestaltung der Erzählung beitragen.

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